ARCHIV

Vom 31.08. bis 08.09. waren wir als Pro­jek­t­part­ner der Hiller­schen Villa e.V. zu Gast im Dreilän­dereck. Unter archäol­o­gis­cher Leitung haben wir begonnen, die Mauern der ein­sti­gen Trauer­halle auf dem jüdis­chen Fried­hof freizule­gen. Unsere Som­mer­akademie war ein voller Erfolg, sodass wir in Kürze hier davon berichten wer­den. Unser beson­derer Dank gilt unserem Team aus Stu­den­ten der Uni Pots­dam und FU Berlin, das hoch motiviert selbst bei Regen gegraben und im Tagung­shaus bis in die Nacht frei­willig gear­beitet hat, sowie den Mitar­beit­ern der Hiller­schen Villa für ihre »Rund-um-die-Uhr-Gastfreundschaft« und Unter­stützung. Zudem ein Dank an alle, die diese Akademie möglich gemacht haben, durch Sach– oder Geld­spenden, Mith­ilfe und Inter­esse! Möglich wurde dieses Partner-Projekt durch die Förderung der Stiftung EVZ. Vie­len Dank!

Projekt2   25.09.2012

»Das Vergessen­wollen ver­längert das Exil, das Geheim­nis der Erlö­sung heißt Erin­nerung.«   Baal Schem Tow

Der Begriff ›Fried­hof‹ stammt aus der christlichen Tra­di­tion. בית עולם beze­ich­net den jüdis­chen Begräb­nisort als »Haus der Ewigkeit« oder »ewiges Haus«. Auch gebräuch­lich sind Begriffe wie בית קברות (Haus der Gräber) und בית החיים (Haus des Lebens), sowie der jid­dis­che Begriff די גוט אָרט (der gute Ort). Da Fried­höfe in der jüdis­chen Tra­di­tion bis zum ›Kom­men des Mes­sias‹ die let­zte Ruh­estätte der Toten darstellen, sind sie inner­halb der Gemein­den eine der wichtig­sten Ein­rich­tun­gen und bewahren die Erin­nerung an die Ver­stor­be­nen. Durch die Eineb­nung des jüdis­chen Fried­hofs von Frank­furt a/O (heute Słu­bice) ist jedoch jener Ort nur noch frag­men­tarisch erhal­ten. Die Erin­nerung an ihn ist schwer zu bewahren.


7. Mai 2012 – Stolper­stein­ver­legung in Frank­furt a./O.

<span “>Wir haben die Paten­schaft für den Stolper­stein »Frieda Blu­men­feld« übernommen.

Frieda-Blumenfeld_Stein
Richard und Frieda Blu­men­feld – zwis­chen Franz-Mehring-Straße 22A und 23 rück­wär­tig zum Park
www.stolpersteine-ffo.de www.stolpersteine-ffo.de/resources /Recherche_Verlegung_2012.pdf Stolpersteinbroschuere_E-Book

 06.03.2012

Ein neues Buch über den vergesse­nen jüdis­chen Fried­hof an der deutsch-polnischen Grenze:

Eckard Reiß, Mag­dalena Abraham-Diefenbach (Hg.): Makom tov – der gute Ort. Jüdis­cher Fried­hof Frank­furt (Oder) / Słu­bice, Ver­gan­gen­heitsver­lag, Berlin 2012, 250 Seiten.

Die Geschichte des jüdis­chen Fried­hofs von Frank­furt (Oder) in Słu­bice reicht bis ins 13. Jahrhun­dert zurück. Er gehört damit zu den ältesten jüdis­chen Begräb­nisorten in Mit­teleu­ropa. Heute finden sich vor Ort kaum Zeug­nisse der Begräb­nis­stätte, die bere­its im 18. Jahrhun­dert im Sieben­jähri­gen Krieg und schließlich in den 1970er Jahren fast voll­ständig zer­stört wurde. Diese deutsch-polnische Pub­lika­tion enthält neben Tex­ten zur Geschichte des Fried­hofs, zur Bedeu­tung der Begräb­nis­stätte in der jüdis­chen Kul­tur sowie einer Beschrei­bung des region­al­his­torischen Kon­texts, auch eine reiche Fotodoku­men­ta­tion sowie Über­set­zun­gen der Inschriften aller erhal­te­nen und vieler nicht mehr erhal­te­nen Grabsteine.

25.02.2012

Die Pub­lika­tion »Makom tov – der gute Ort: Jüdis­cher Fried­hof Frank­furt (Oder) / Słu­bice« befindet sich im Druck. Ende März wird die Neuer­schei­n­ung präsentiert.

23.02.2012

Nach­dem das Forschung­spro­jekt »Der jüdis­che Fried­hof Frank­furt (Oder) – Słu­bice: zwis­chen Vergessen und Erin­nern an der deutsch-polnischen Grenze« pos­i­tiv von den Studieren­den aufgenom­men wurde, ist es uns ein Bedürf­nis, gemein­sam an die Ergeb­nisse des let­zten Semes­ters anzuknüpfen. Wir kon­nten den Stand der Forschung bes­tim­men und uns neue Ziele set­zen. Dazu gehören unter anderem die Pla­nung und Umset­zung der Pub­lika­tion »Wir Mende’s« und die Weg­bere­itung von Paten­schaften für gebor­gene Grab­steine. Die derzeit­ige Arbeit an einem hebräis­chen Fried­hof­s­reg­is­ter wird in Zusam­me­nar­beit mit einer amerikanis­chen Organ­i­sa­tion einen Abschluss finden.