Geschichtliches

Die Geschichte des jüdis­chen Fried­hofs von Frank­furt a./O. reicht bis in die Stadt­grün­dung im Jahre 1253 hinein und so gehört er zu den ältesten jüdis­chen Begräb­nisorten in Mit­teleu­ropa. Mit weit über 1.200 Grab­stellen war dieser Ort auch ein Spiegel jüdis­chen Lebens.

Die bekan­nteste Per­son, die auf dem Frank­furter Fried­hof begraben wurde, war der gal­izis­che Rab­biner Joseph ben Me’ir Theomim. Er ver­starb im Jahr 1792 und ist ins­beson­dere durch sein Werk Pri’ megadim (»Köstliche Früchte«; Kom­men­tar zum Schulchan Aruch; »gedeck­ter Tisch«) bis heute in der ortho­doxen jüdis­chen Welt bekannt. Die erste Auflage seines Werkes wurde 1785 in Frank­furt a./O. publiziert.

Nach der Shoah existierte in Frank­furt a./O. keine jüdis­che Gemeinde mehr. Der Fried­hof lag seit 1945 auf pol­nis­chem Staats­ge­biet. In den 1970er-Jahren wurde er eingeeb­net und ein Hotel darauf gebaut, das später zu einem Nacht­club mit dem Namen »Eden« wurde. Der Fried­hof als stein­ernes Archiv wurde dadurch weitest­ge­hend zerstört.