»Das Vergessen wollen ver­längert das Exil, das Geheim­nis der Erlö­sung heißt Erin­nerung.« Baal Schem Tow

 Der Begriff ›Fried­hof‹ stammt aus der christlichen Tra­di­tion. בית עולם (‘bejt olam’) beze­ich­net den jüdis­chen Begräb­nisort als »Haus der Ewigkeit« oder »ewiges Haus«. Auch gebräuch­lich sind Begriffe wie בית קברו (Haus der Gräber) und בית החיים (Haus des Lebens), sowie der jid­dis­che Begriff די גוט אָרט (der gute Ort). Da Fried­höfe in der jüdis­chen Tra­di­tion bis zum ›Kom­men des Mes­sias‹ die let­zte Ruh­estätte der Toten darstellen, sind sie inner­halb der Gemein­den eine der wichtig­sten Ein­rich­tun­gen und bewahren die Erin­nerung an die Verstorbenen.

 Durch die Eineb­nung des jüdis­chen Fried­hofs von Frank­furt (Oder) (heute Słu­bice) ist jedoch jener Ort nur noch frag­men­tarisch erhal­ten. Die Erin­nerung an ihn ist schwer zu bewahren.