WIR MENDES

»Durfte er hin­aus? Noch ver­stiess ja in der Auf­fas­sung der grossen ortho­doxen Menge schon das Lesen deutscher Bücher gegen die Gebote der Schrift. Beg­ing er nicht einen Treubruch gegen die Reli­gion, eine Sünde gegen Gott? Und wenn er das Wag­nis unter­nahm, was sollte er beseit­i­gen, was musste er bewahren?« (Max Bam­berger über seinen Groß­vater Louis Mende) 

Frank­furt a./O. – diese Stadt bedeutet mehr als viele von ihr meinen zu ken­nen. Dort gab es einst blühen­des jüdis­ches Leben: jüdis­che Geschäfte und Bankhäuser, ein jüdis­ches Kinder­heim und Kranken­haus, Syn­a­gogen und Mik­wen, sowie einen großen jüdis­chen Fried­hof. Wer sich auf die Suche nach ihren Spuren beg­ibt, wird fündig – vor Ort, in Archiven und in den Erin­nerun­gen von Vor­fahren. Sie zusam­men­zu­tra­gen und der Nach­welt sie zu wahren, ist ein wis­senschaftliches Desiderat. Ziel und Inhalt des Forschung­spro­jek­tes »frankfurt-oder-juedisch« ist es, Zeug­nis­sen jüdis­cher Geschichte von Frank­furt a./O. in Archiva­lien, Reg­is­tern, Nach­lässen und Foto­samm­lun­gen nachzugehen.

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